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MOBILITÄTSRADAR · SEPTEMBER 2026

12 Themen, die Berlin
im September bewegen.

Mobilität · Verkehrssicherheit · Berlin

Die wichtigsten Entwicklungen des Monats – eingeordnet von der Landesverkehrswacht Berlin.

Titelthema · 01 / 12

Berliner Schulanfangsaktion 2026 – Sicher starten, sicher ankommen

Offizielles Motiv der Berliner Schulanfangsaktion 2026: Achtung Schulweg – Sicher starten, sicher ankommen
KIDS & SCHULE

Die größte Schulanfangskampagne Berlins geht 2026 erneut stadtweit an den Start. Seit mehr als 15 Jahren sensibilisiert die Landesverkehrswacht Berlin gemeinsam mit starken Partnern zum Schulbeginn für sichere Wege. Die vierwöchige Berliner Schulanfangsaktion richtet sich in diesem Jahr an rund 36.000 Berliner Schulkinder, ihre Familien und alle Menschen, die im Berliner Straßenverkehr Verantwortung tragen.

Unter dem Leitmotiv ‚Sicher starten – sicher ankommen‘ wird die Botschaft im gesamten Stadtgebiet sichtbar: mit 400 Spannbändern vor Grund- und Verkehrsschulen, 1.600 Aufklebern an BVG-Bussen, über 1.200 City-Light-Postern und 500 digitalen Werbeflächen von WALL. Damit erreicht die Aktion Kinder, Eltern und Verkehrsteilnehmende auf zahlreichen Wegen durch Berlin.

MobilitätsRadar

Weitere Themen dieser Ausgabe

02–12
02 / 12LVW BERLINLVW Berlin digital: neue Website und App

Die Landesverkehrswacht Berlin bündelt Informationen, Kampagnen, Angebote und praktische digitale Hilfen jetzt in einer vollständig neuen Web- und App-Präsenz. Das Angebot richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und macht Verkehrssicherheit in Berlin leichter zugänglich – von Kindern und Familien bis zu Seniorinnen und Senioren.

Im Mittelpunkt steht ein schneller Zugang zu den Themen, die Menschen im Berliner Alltag tatsächlich brauchen: sichere Schulwege und Verkehrserziehung, Radfahrtraining, Projekte und Aktionen der Landesverkehrswacht sowie aktuelle Informationen rund um Mobilität und Verkehrssicherheit. Die neue Struktur verbindet die klassische Informationsarbeit des Vereins mit interaktiven digitalen Angeboten.

Auch der MobilitätsRadar gehört zu diesem Ausbau. Künftige Ausgaben sollen monatlich aktuelle Berliner Entwicklungen verständlich einordnen und zugleich direkt zu den weiterführenden Angeboten und Originalquellen führen. Website, Web-App und Newsletter werden damit zu einem gemeinsamen digitalen Informationsangebot der Landesverkehrswacht Berlin.

Quelle: Landesverkehrswacht Berlin ↗
03 / 12E-MOBILITÄTScootSkills: E-Scooter sicher beherrschen

E-Scooter sind in Berlin längst Teil des Straßenbilds. Gerade bei ungeübten Fahrerinnen und Fahrern können kleine Unsicherheiten beim Bremsen, Ausweichen oder Einschätzen von Verkehrssituationen jedoch schnell zu gefährlichen Situationen führen. ScootSkills setzt deshalb nicht nur bei Regeln, sondern vor allem bei praktischer Fahrkompetenz und Risikowahrnehmung an.

Das Gemeinschaftsprojekt der Verkehrswachten verbindet Informationen zu Verkehrsregeln mit Übungen für einen sicheren Umgang mit dem Fahrzeug. Dazu gehören unter anderem kontrolliertes Anfahren und Bremsen, sicheres Lenken, das Erkennen typischer Gefahren sowie ein vorausschauender Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmenden.

Schulen, Einrichtungen, Unternehmen und weitere Interessierte können die bereitgestellten Materialien für eigene Trainings nutzen oder sich über Trainingsangebote informieren. Für die Verkehrssicherheitsarbeit ist dieser praktische Ansatz besonders wichtig: Wer das Fahrzeug technisch beherrscht und Gefahren früh erkennt, kann im Alltag sicherer und rücksichtsvoller unterwegs sein.

Quelle: ScootSkills / Verkehrswachten ↗
04 / 12KIDS & SCHULEBerlin bereitet Mobilitätsmanagement für Schulen vor

Sichere Schulwege entstehen nicht durch eine einzelne Maßnahme. Berlin entwickelt deshalb Schulmobilitätspläne, in denen Mobilitätsbildung, Kommunikation, Infrastruktur und Verkehrsangebote gemeinsam betrachtet werden. Schulen, Bezirke und Hauptverwaltung sollen Maßnahmen und Zeitpläne miteinander abstimmen und so die Situation im jeweiligen Schulumfeld systematischer verbessern.

Der Ansatz ist für die Verkehrssicherheit besonders relevant, weil die Bedingungen von Schule zu Schule sehr unterschiedlich sind. Bring- und Holverkehr, Querungsstellen, Geh- und Radwege, Haltestellen, Sichtbeziehungen und das Mobilitätsverhalten der Familien müssen vor Ort zusammen betrachtet werden. Ein Schulmobilitätsplan kann diese Einzelthemen in einen nachvollziehbaren Prozess überführen.

Entscheidend wird sein, dass aus den Analysen konkrete und überprüfbare Maßnahmen entstehen. Neben baulichen Veränderungen können dazu auch Kommunikation mit Eltern, Mobilitätsbildung und eine bessere Abstimmung zwischen Schule und Verwaltung gehören. Damit wird sichere Schulmobilität stärker als gemeinsame Daueraufgabe verstanden.

Quelle: Land Berlin ↗
05 / 12ÖPNVMehr Bus für Berlin: BVG verdichtet das Angebot

Zum Ende der Sommerferien hat die BVG ihr Busangebot erstmals seit Ende 2023 wieder deutlich ausgeweitet. Seit dem 23. August profitieren Fahrgäste auf mehreren Linien von dichteren Takten, längeren Betriebszeiten und besseren Verbindungen. Die Metrobuslinie M77 fährt nun bis S+U Hermannstraße und erhält damit eine direkte Verknüpfung mit Ringbahn und U8.

Auch auf den Linien X33, 147, 170, 256 und 160 wurden Angebote ausgeweitet oder Takte verdichtet. Zusätzlich kehrt die Linie 310 zurück und verstärkt in der Hauptverkehrszeit stark nachgefragte Verbindungen in Wilmersdorf und Charlottenburg. Nach Angaben der BVG ermöglichen neue Busse und eine stabilere Personalsituation diese Verbesserungen.

Für die Verkehrssicherheit ist ein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr mehr als eine Komfortfrage. Gute Anschlüsse und ein attraktives Angebot schaffen Alternativen zum Auto und können insbesondere für Schülerinnen und Schüler, ältere Menschen und Personen ohne eigenes Fahrzeug sichere selbstständige Mobilität erleichtern.

Quelle: BVG ↗
06 / 12ÖPNVBVG-Stabilitätskurs zeigt Wirkung

Die BVG meldet für das erste Halbjahr 2026 deutliche Fortschritte bei der Zuverlässigkeit. Bereinigt um externe Einflüsse erreichten Straßenbahn und Bus 99,3 beziehungsweise 99,6 Prozent. Besonders deutlich verbesserte sich die U-Bahn: von 94,3 Prozent im Gesamtjahr 2025 auf 98,5 Prozent im ersten Halbjahr 2026.

Ein wichtiger Faktor ist die Flottenerneuerung. Rund 240 neue U-Bahn-Wagen der Baureihen J und JK sind bereits im Einsatz; hinzu kommen 70 neue E-Gelenkbusse und fünf Urbanliner-Straßenbahnen. Im ersten Halbjahr stellte die BVG zudem rund 760 neue Mitarbeitende ein, fast 90 Prozent davon für den operativen Bereich.

Auch die Sicherheitsbilanz entwickelte sich positiv. Die Zahl der registrierten Straftaten im BVG-Netz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 16 Prozent zurück, Taschendiebstähle sogar um 31 Prozent. Parallel werden Videodetektion und neue Orientierungs- und Meldeangebote erprobt. Für Fahrgäste zählt am Ende vor allem, dass Bus und Bahn verlässlich kommen und die Nutzung des Netzes sicher und übersichtlich bleibt.

Quelle: BVG ↗
07 / 12ÖPNV100. neuer J-Wagen für die Berliner U-Bahn

Die Erneuerung der Berliner U-Bahnflotte erreicht einen weiteren Meilenstein: Ende August traf der 100. Wagen der neuen Baureihe J in Berlin ein. Der Wagen geht auf der U5 in den Fahrgasteinsatz. Die neuen Fahrzeuge für die breiter gebauten Linien U5 bis U9 werden seit dem Frühjahr schrittweise in die Flotte aufgenommen.

Noch 2026 soll die Zahl der J-Wagen nach Angaben der BVG auf rund 170 steigen. Weitere rund 170 Wagen sind für 2027 vorgesehen; anschließend sollen zusätzlich 166 Fahrzeuge folgen, die bereits ab Werk mit dem neuen Zugsicherungssystem CBTC ausgestattet sind. Im Herbst sollen die neuen Züge außerdem erstmals auf der U9 eingesetzt werden.

Neue Fahrzeuge sind für Fahrgäste unmittelbar spürbar: Sie sollen Ausfälle reduzieren, die Zuverlässigkeit erhöhen und moderne Fahrgastinformation sowie mehr Komfort bieten. Damit ist die Flottenerneuerung ein zentraler Baustein für einen stabileren öffentlichen Verkehr in Berlin.

Quelle: BVG ↗
08 / 12RADNeue Fahrradstraßen in Wedding starten im September

Im Wedding beginnt im September der Umbau mehrerer Straßen zu Fahrradstraßen. Am Nordufer starten die Arbeiten Anfang des Monats, in der Togostraße ab der zweiten Septemberwoche und in der Uferstraße voraussichtlich zum Monatsende. Damit wächst das Radnetz im Bezirk Mitte an mehreren Stellen gleichzeitig.

Neue Markierungen und Beschilderungen sollen die Verkehrsregeln klarer erkennbar machen. Kreuzungen werden hervorgehoben, damit Radfahrende und zu Fuß Gehende besser gesehen werden. Ergänzt werden Fahrrad- und Lastenradabstellplätze, Stellflächen für E-Scooter sowie ausgewiesene Lieferzonen. Im Wedding entstehen dabei erstmals sogenannte grüne sichere Kreuzungen mit Markierungen, Pollern und entsiegelten Elementen.

Am Nordufer werden die Arbeiten außerdem mit Maßnahmen am Fernwärmenetz koordiniert. Parallel entsteht auf der Uferseite zwischen Föhrer Brücke und Torfstraßensteg ein durchgängiger verbreiterter Gehweg. Das Projekt verbindet damit Radverkehr, Fußverkehr, Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität.

Quelle: VIZ Berlin ↗
09 / 12SENIORENSicher und mobil im Alter: kostenloses Training in Schöneberg

Mobilität bedeutet Selbstständigkeit und Lebensqualität – auch im höheren Alter. Am 24. September 2026 von 14 bis 18 Uhr laden die Verkehrssicherheitsberatenden des Polizeiabschnitts 41 in die Verkehrsschule Schöneberg am Sachsendamm 25 ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vor Ort können Seniorinnen und Senioren in einem geschützten Verkehrsraum kleine Radfahrübungen durchführen. Dafür stehen Fahrräder verschiedener Größen, Modelle mit Tiefeinstieg und Elektrofahrräder zur Verfügung. Auch der sichere Umgang mit einem Rollator kann erprobt werden. Polizeikräfte und Mitarbeitende der Verkehrsschule begleiten die Übungen.

Ergänzend gibt es Beratung zu Fahrradhelm und Sichtbarkeit, die Möglichkeit, die eigene Reaktion zu testen, sowie eine polizeiliche Fahrradkennzeichnung. Das niedrigschwellige Angebot ist ein gutes Beispiel dafür, wie praktische Übung und persönliche Beratung dazu beitragen können, Mobilität möglichst lange sicher zu erhalten.

Quelle: Polizei Berlin / Land Berlin ↗
10 / 12BERLINPolizei Berlin bietet im September weitere Präventionsangebote

Verkehrssicherheit entsteht auch durch persönliche Beratung. Die Polizei Berlin bietet deshalb im September erneut verschiedene Präventions- und Informationsangebote an. Dazu gehören Termine für ältere Verkehrsteilnehmende, Fahrradkennzeichnungen sowie weitere Aktionen, bei denen Bürgerinnen und Bürger unmittelbar mit Präventionskräften ins Gespräch kommen können.

Solche Angebote ergänzen Kontrollen und bauliche Maßnahmen um einen wichtigen Baustein: Menschen können konkrete Fragen zu ihrem eigenen Verhalten, zu Ausrüstung und zu typischen Risiken stellen. Gerade bei Fahrrad, Pedelec, Rollator oder neuen Mobilitätsformen lassen sich Unsicherheiten im direkten Austausch oft besser klären als allein durch Informationsmaterial.

Da Termine und Orte unterschiedlich sind, lohnt sich vor dem Besuch ein Blick in den Veranstaltungskalender des Landes Berlin. Dort werden die aktuellen Präventionsangebote der Polizei mit Zeit, Ort und weiteren Hinweisen veröffentlicht.

Quelle: Polizei Berlin / Land Berlin ↗
11 / 12ÖPNVU5: Bauarbeiten und Ersatzverkehr im September

Auf der U5 kommt es im September am östlichen Streckenabschnitt zeitweise zu Einschränkungen. Zwischen Hönow und Hellersdorf werden vom 6. bis 24. September Kabel für das neue Zugsteuerungssystem CBTC verlegt. Die Arbeiten finden jeweils von Sonntag bis Donnerstag ab etwa 22 Uhr bis Betriebsschluss statt.

In diesen Zeiträumen fahren Ersatzbusse zwischen Hönow und Hellersdorf; zwischen Hellersdorf und Hauptbahnhof bleibt der reguläre U-Bahn-Betrieb bestehen. Ab dem 27. September folgen Arbeiten zwischen Hellersdorf und Wuhletal. Dann gibt es abends einen Pendelverkehr zwischen Hönow und Hellersdorf, Ersatzbusse zwischen Hellersdorf und Wuhletal und regulären Betrieb ab Wuhletal in Richtung Hauptbahnhof.

Wer spät abends auf der U5 unterwegs ist, sollte deshalb zusätzliche Reisezeit einplanen und vor Fahrtbeginn die aktuelle Verbindung prüfen. Die Kabelarbeiten sind zugleich Teil der technischen Modernisierung der U-Bahn-Infrastruktur.

Quelle: BVG ↗
12 / 12E-MOBILITÄTE-Auto-Förderung: Zuschüsse von bis zu 6.000 Euro

Die neue sozial gestaffelte E-Auto-Förderung des Bundes kann seit Mai beantragt werden. Förderfähig sind privat angeschaffte oder geleaste Neuwagen, die seit dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden und die jeweiligen Programmvoraussetzungen erfüllen. Neben reinen batterieelektrischen Fahrzeugen können unter bestimmten Bedingungen auch Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Range-Extender berücksichtigt werden.

Für reine Elektroautos beträgt die Basisförderung 3.000 Euro. Pro Kind unter 18 Jahren kommen 500 Euro hinzu, maximal 1.000 Euro. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 60.000 Euro erhalten weitere 1.000 Euro; unter 45.000 Euro kommt nochmals ein zusätzlicher Betrag von 1.000 Euro hinzu. Damit sind bei einem batterieelektrischen Fahrzeug bis zu 6.000 Euro Förderung möglich. Bei förderfähigen Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Fahrzeugen liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro.

Der Bund stellt für das Programm insgesamt drei Milliarden Euro bereit und rechnet damit, von 2026 bis 2029 rund 800.000 Fahrzeuge fördern zu können. Für Interessierte lohnt sich vor Kauf oder Leasing ein genauer Blick auf Einkommensgrenzen, Fahrzeugvoraussetzungen und Nachweise. Die Antragstellung erfolgt digital; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Förderbedingungen des Bundes.

Quelle: Bundesumweltministerium ↗
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Herausgegeben von der Landesverkehrswacht Berlin e. V.

Stand: August 2026 · Quellen und Hinweise werden transparent ausgewiesen.

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